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Mauseschwanz Handarbeit

Liebens- und Lebenswertes

Taufkleid mit Hindernissen

auf 28. Februar 2015

Was schenkt man einer lieben Freundin zur Taufe Ihrer kleinen Maus? Na klar! Man kommt auf die grandiose Idee Ihr das Taufkleid zu nähen! Kann ja nicht so schwer sein! haha…

Taufkleid

Es sollte auf Wunsch ein weißes Leinenkleid werden, schön traditionell und zum Weitervererben. Feines weißes Leinen war schnell besorgt und weil meine Freundin im Gegensatz zu mir eine wundervoll vorausschauende Person ist hatte ich eigentlich auch genug Zeit zum Nähen. Zum Glück gab es in der 1/2014 Ausgabe der Ottobre Kids zwei schöne Taufkleidmodelle. Eines davon wie gemacht für Leinen.

Mit Biesen (wie in aller Welt näht man Biesen), Lochsaum (häää??, noch nie gemacht) und Bubikrägelchen (Kragen??).

Bei so vielen Fragezeichen habe ich mich dann doch dazu entschieden das Kleidchen im Nähkurs bei der lieben Geli zu nähen. Eine weise Entscheidung!!

Also, Stoff waschen, in den Trockner, schön bügeln, zusammenlegen, zusammen mit der Zeitschrift und dem ausgeschnittenen Taufkleidmuster in den Nähkorb legen. Dann Stoff waschen , in den Trockner, schön bügeln, zusammenlegen und in den Nähkorb legen weil der Kater sich den Nähkorb als Schlafplatz ausgesucht hatte.

Biesen

Um Biesen, die ich ja bis dato noch niemals nicht genäht habe in ein Vorderteil zu zaubern, schneidet man es zum Mittelbruch hin viiiiel weiter zu und schneidet den Ausschnitt noch nicht zu… Tja, ottobrisch ist nicht so einfach, wie schon des Öfteren erwähnt, also hab ich zwar weiter zu geschnitten, aber eben auch den Ausschnitt… um das zu retten hat das Kleid jetzt fast doppelt so viele Biesen wie angegeben… Diese haben sich jedoch schön und auch einfach nähen lassen.

Bubikragen

Nachdem ich dann das Vorderteil bewerkstelligt hatte, musste ich feststellen, dass ich beim Ausschneiden des Rückenteils versehentlich den Schnitt des Vorderteils verwendet habe… der Halsausschnitt war also viel zu tief und den geplanten Schlitz am Rücken mit kleinem Knopf konnte ich so auch nicht mehr nähen. Auch der Bubikragen würde so nicht mehr bis zur rückwärtigen Mitte reichen. Blöderweise hatte ich schon jedes Fitzelchen Stoff aufgebraucht und es gab den gleichen nicht nochmal im Laden.. Grrrrrr… nach Brainstorming mit Geli haben wir also beschlossen das komplette Kleidchen mit Baumwollbatist abzufüttern, die rückwärtige Mitte mit einem nahtverdeckten Reissverschluss zu schließen und den Bubikragen nur bis an die Schulternähte gehen zu lassen.

Rückseite

Das mit den nahtverdeckten Reißverschlüssen ist so eine Sache. Eigentlich sind sie ja ziemlich einfach einzunähen, aber wie gesagt, war das ein Taufkleid mit Hindernissen. Da der Ausschnitt ja etwas (…hüstel…) tiefer zugeschnitten war als geplant, wollte ich den Reissverschluss oben ganz knappkantig einnähen und, weil ja eigentlich zur Thematik Leinentaufkleid ein Verschluss mit kleinem Knöpfchen besser gepasst hätte auch wirklich nahtverdeckt und nahe am Reissverschluss nähen. Einen nahtverdeckten Reissverschluss bügelt man etwas auf… Allerdings nicht so heiß… Jedenfalls hatte ich den Reissverschluss glücklich eingenäht um dann festzustellen, dass er sich nicht gut (nämlich gar nicht) schließen lies. Wahrscheinlich habe ich zu heiß gebügelt und ein paar Zähnchen angeschmort. Geli hat mir dann in meiner Not (allmählich auf Zeitnot) geholfen und einen neuen Reissverschluss eingenäht und sich dabei doch tatsächlich so in den Finger gestochen, dass neben dem Reissverschluss auch Blut aufs Leinen gekommen ist. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass uns dieses Kleid wirklich alles abverlangt hat!! Jetzt gefällt mir die Rückenpartie allerdings sehr gut, fast ein wenig herzförmig!

Abschluss

Als Rockabschluss sollte ein Lochsaum das Kleidchen zieren. Dazu gibt es bestimmte Flügelnadeln, die das Einstichloch der Nadel vergrößern und je nach Zierstich ein schönes Muster in den Stoff zaubern… so die Theorie…  diese konnten wir leider nicht testen, da wir auch nach endlosen Recherchen keine Flügelnadel auftreiben konnten.

Ein anderer Abschluss musste her und so ist die Idee entstanden am Rockabschluss ein Band einzuziehen, dass auch gewechselt werden kann. Eingewebt sozusagen. Ich habe also in gleichmäßigen Abständen Knopflöcher genäht und ein rosanes Satinband eingezogen. Fürs kleine Mädchen. Ein blaues Satinband habe ich beigelegt (für alle (nächsten) Fälle).

Pinkribbon

Meine Freundin möchte Ihrer Tochter das Kleidchen gerne einmal für ihre eigenen Kinder mitgeben und wir dachten den Namen des Täuflings einzusticken wäre der Beginn einer hoffentlich sehr schönen Tradition. Also ihr Lieben: Mehret Euch schön!!

KleineAnnika

Im Taufkleidchen steckt ganz viel Liebe und es bringt hoffentlich viel Glück, auch wenn es so gar nicht mehr ausschaut wie ursprünglich geplant!

An dieser Stelle nochmals alles alles Gute zur Taufe!!


2 Antworten für “Taufkleid mit Hindernissen”

  1. Schmauser sagt:

    Ich glaube das es jetzt zum Schluss sogar noch schöner ausgesehen hat, als das geplante Kleid! Meistens entsteht etwas viel viel Besseres, wenn man aus der Not heraus kreativ werden muss :)

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