Februar 2015 « Mauseschwanz Handarbeit

Mauseschwanz Handarbeit

Liebens- und Lebenswertes

Taufkleid mit Hindernissen

Was schenkt man einer lieben Freundin zur Taufe Ihrer kleinen Maus? Na klar! Man kommt auf die grandiose Idee Ihr das Taufkleid zu nähen! Kann ja nicht so schwer sein! haha…

Taufkleid

Es sollte auf Wunsch ein weißes Leinenkleid werden, schön traditionell und zum Weitervererben. Feines weißes Leinen war schnell besorgt und weil meine Freundin im Gegensatz zu mir eine wundervoll vorausschauende Person ist hatte ich eigentlich auch genug Zeit zum Nähen. Zum Glück gab es in der 1/2014 Ausgabe der Ottobre Kids zwei schöne Taufkleidmodelle. Eines davon wie gemacht für Leinen.

Mit Biesen (wie in aller Welt näht man Biesen), Lochsaum (häää??, noch nie gemacht) und Bubikrägelchen (Kragen??).

Bei so vielen Fragezeichen habe ich mich dann doch dazu entschieden das Kleidchen im Nähkurs bei der lieben Geli zu nähen. Eine weise Entscheidung!!

Also, Stoff waschen, in den Trockner, schön bügeln, zusammenlegen, zusammen mit der Zeitschrift und dem ausgeschnittenen Taufkleidmuster in den Nähkorb legen. Dann Stoff waschen , in den Trockner, schön bügeln, zusammenlegen und in den Nähkorb legen weil der Kater sich den Nähkorb als Schlafplatz ausgesucht hatte.

Biesen

Um Biesen, die ich ja bis dato noch niemals nicht genäht habe in ein Vorderteil zu zaubern, schneidet man es zum Mittelbruch hin viiiiel weiter zu und schneidet den Ausschnitt noch nicht zu… Tja, ottobrisch ist nicht so einfach, wie schon des Öfteren erwähnt, also hab ich zwar weiter zu geschnitten, aber eben auch den Ausschnitt… um das zu retten hat das Kleid jetzt fast doppelt so viele Biesen wie angegeben… Diese haben sich jedoch schön und auch einfach nähen lassen.

Bubikragen

Nachdem ich dann das Vorderteil bewerkstelligt hatte, musste ich feststellen, dass ich beim Ausschneiden des Rückenteils versehentlich den Schnitt des Vorderteils verwendet habe… der Halsausschnitt war also viel zu tief und den geplanten Schlitz am Rücken mit kleinem Knopf konnte ich so auch nicht mehr nähen. Auch der Bubikragen würde so nicht mehr bis zur rückwärtigen Mitte reichen. Blöderweise hatte ich schon jedes Fitzelchen Stoff aufgebraucht und es gab den gleichen nicht nochmal im Laden.. Grrrrrr… nach Brainstorming mit Geli haben wir also beschlossen das komplette Kleidchen mit Baumwollbatist abzufüttern, die rückwärtige Mitte mit einem nahtverdeckten Reissverschluss zu schließen und den Bubikragen nur bis an die Schulternähte gehen zu lassen.

Rückseite

Das mit den nahtverdeckten Reißverschlüssen ist so eine Sache. Eigentlich sind sie ja ziemlich einfach einzunähen, aber wie gesagt, war das ein Taufkleid mit Hindernissen. Da der Ausschnitt ja etwas (…hüstel…) tiefer zugeschnitten war als geplant, wollte ich den Reissverschluss oben ganz knappkantig einnähen und, weil ja eigentlich zur Thematik Leinentaufkleid ein Verschluss mit kleinem Knöpfchen besser gepasst hätte auch wirklich nahtverdeckt und nahe am Reissverschluss nähen. Einen nahtverdeckten Reissverschluss bügelt man etwas auf… Allerdings nicht so heiß… Jedenfalls hatte ich den Reissverschluss glücklich eingenäht um dann festzustellen, dass er sich nicht gut (nämlich gar nicht) schließen lies. Wahrscheinlich habe ich zu heiß gebügelt und ein paar Zähnchen angeschmort. Geli hat mir dann in meiner Not (allmählich auf Zeitnot) geholfen und einen neuen Reissverschluss eingenäht und sich dabei doch tatsächlich so in den Finger gestochen, dass neben dem Reissverschluss auch Blut aufs Leinen gekommen ist. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass uns dieses Kleid wirklich alles abverlangt hat!! Jetzt gefällt mir die Rückenpartie allerdings sehr gut, fast ein wenig herzförmig!

Abschluss

Als Rockabschluss sollte ein Lochsaum das Kleidchen zieren. Dazu gibt es bestimmte Flügelnadeln, die das Einstichloch der Nadel vergrößern und je nach Zierstich ein schönes Muster in den Stoff zaubern… so die Theorie…  diese konnten wir leider nicht testen, da wir auch nach endlosen Recherchen keine Flügelnadel auftreiben konnten.

Ein anderer Abschluss musste her und so ist die Idee entstanden am Rockabschluss ein Band einzuziehen, dass auch gewechselt werden kann. Eingewebt sozusagen. Ich habe also in gleichmäßigen Abständen Knopflöcher genäht und ein rosanes Satinband eingezogen. Fürs kleine Mädchen. Ein blaues Satinband habe ich beigelegt (für alle (nächsten) Fälle).

Pinkribbon

Meine Freundin möchte Ihrer Tochter das Kleidchen gerne einmal für ihre eigenen Kinder mitgeben und wir dachten den Namen des Täuflings einzusticken wäre der Beginn einer hoffentlich sehr schönen Tradition. Also ihr Lieben: Mehret Euch schön!!

KleineAnnika

Im Taufkleidchen steckt ganz viel Liebe und es bringt hoffentlich viel Glück, auch wenn es so gar nicht mehr ausschaut wie ursprünglich geplant!

An dieser Stelle nochmals alles alles Gute zur Taufe!!

2 Kommentare »

Immer das mit dem eigenen Kopf

Ehrlich… ich wünsche wirklich jedem einen Dreijährigen im Haus… aber manchmal…grrrrrrr

Ich bin ja nicht so sehr die 80er Maus… vielleicht bin ich auch einfach ein bißchen zu jung (Man… dass ich das mal so sagen würde). Ich Hatte nie Dauerwelle, keine neonpinken Aerobicstulpen, hab mich nie mit der Jeans in die volle Badewanne gesetzt und ich konnte auch den Rubik Cube nicht lösen (und kann es immer noch nicht).

80er

Aber manche Dinge erfahren doch immer wieder eine Renaissance: Im Nadelöhr hatten wir also diesen grandiosen Sweatstoff, ein bißchen Kermit, Neon, viel Graffiti und total 80er!!

Ich war doch tatsächlich schwer begeistert (fast so sehr wie eine Freundin, die doch neulich behauptete 10 Jahre zu spät auf die Welt gekommen zu sein…) und auch mein kleiner Zwerg war ganz angetan vom 80er – Look… Dachte ich zumindest. Im Nachhinein denke ich, war er wahrscheinlich nur vom Frosch so begeistert…

Kermit

Als gute Mama nimmt man natürlich das Objekt des Kinderbegehrens in Meterstücken mit nach Hause, damit der Nachwuchs auch ein bißchen Geschichte einatmen kann. Das ich den Stoff absolut megatoll finde hatte damit wirklich nichts zu tun!

Ein Hoodie passt ja wirklich immer und wird auch gerne getragen (Mama, schau, da fehlt die Kapuze). So einen richtig zufriedenstellenden Kinderschnitt hatte ich bis dato allerdings noch nicht gefunden. So einen ganz simplen, mit Kängaru-Tasche, Bändeln, Bündchen. in der Ottobre Kids gibt es allerdings immer wieder sehr schöne KapuzenJACKEN – Schnitte. Und so ein Jackenschnitt ist natürlich ratzfatz zu einem Hoodie umgenäht (unbedingt Nahtzugabe im Bruch am Vorderteil weglassen… ich spreche aus Erfahrung…)

Kermithoodie

In der Ausgabe 1/2012 gibt es die Kapuzenjacke ‚Lizard‘, mein neuer Lieblingsschnitt, schon mit etlichen Stoffen getestet und auch vom Zwerg für bewohnbar befunden… Bis zum coolen Achtziger-Kermit-Hoodie. Den kann er einfach nicht, aber auch gar nicht leiden und zieht in quasi nur unter großem Protest, wenn überhaupt an.

NeonBündchen

Dabei ist sogar das Bündchen ein Hit!! Neongrün – Grau geringeltes Rippenbündchen! Wie dafür gemacht! Und eine passende neongrüne Kordel für die Kapuze gab es auch! Nur Stopper konnte ich keine besser passenden auftreiben…Weiß geht aber auch! Mir gefällt der Pulli wirklich, wahrscheinlich doppelt mit rosaroter Mamabrille, aber ich finde ihn echt gelungen:

Kermit2

Da der Zwerg ihn partout nicht anziehen wollte, hing der Pulli einige Zeit im Nadelöhr, als Muster (obwohl sich dieser Stoff eigentlich von selbst innerhalb kürzester Zeit verkauft hat). So an der Puppe war er dann vermutlich doch ziemlich interessant für meinen Sohn und wollte unbedingt mitgenommen werden. Einmal getragen und jetzt gibt es wieder jedes Mal Theater!! So ein Mist, wenn man sein Kind zu eigenem Willen und Geschmack erziehen will.

Hoodiezwerg

Mit viel gutem Zureden und dem Versprechen für mich einen Strauß Krokus pflücken zu dürfen habe ich ihn zumindest zu einem kleinen Photoshooting überreden können. Das Wetter war heute aber auch zu herrlich und es lag echt schon Frühling in der Luft! Vielleicht war er deswegen auch milde mit Mama gestimmt.

Hoodiezwerg2

Ich finde ihn echt cool… Mein Sohn kann ihn nicht leiden… Vielleicht ist er aber auch einfach noch zu jung um in irgendwelchen Reminiszenzen vergangener Epochen (ich wollte eigentlich Ära schreiben… da ist der Plural aber ‚Ären‘, ohne Witz…und hört sich für mich einfach total doof an!) zu schwelgen. Vielleicht sollte ich nochmal 2 Meter kaufen und ihn zurücklegen bis die 80er die jüngste Generation erreichen und mein Sohn mit sagen wir 16 feststellt, dass er uuuuuunbedingt so einen Pullover braucht um cool zu sein.  Aber bis dahin war im Grunde alles für den…

Kermit3

 

 

 

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